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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 1.416 mal aufgerufen
 1. Kapitel
tilmanj Offline



Beiträge: 9

09.08.2005 18:17
Übersetzung antworten
So, was sagt ihr dazu?

Hab ne kleine Einleitung geschrieben, weil man den Brief sonst meiner Meinung nach nicht versteht

Wenn Sklaven im Römischen Reich geflohen waren und gefangen wurden, hieß dass eigentlich immer Todesstrafe.
Onesimus floh vor Philemon nach Rom und bekehrte sich bei einer Predigt von Paulus.
Nun war dieser für ihn wie ein eigener Sohn geworden.
Trotzdem schickte Paulus ihn an seinen Hausherrn zurück, auch mit der Gefahr, dass Philemon ihn vor Gericht stellen würde.

Postkarte für Philemon

Absender: Paulus, ein Gefangener für Jesus Christus, und Timotheus, der Bruder

Empfänger: Philemon einem guten Freund und Mitarbeiter
und Aphia, der Schwester, und Archippus, unserem Mitstreiter, und deinem übrigem Hauskreis

1 Hi Philemon!

3 Gnade und Frieden erstmal von Gott unserem Daddy und dem Chef Jesus Christus.

4 Ich danke meinem Gott, und denke in allen meinen Gebetszeiten an dich,
5 weil ich von deiner Liebe und von deinem Vertrauen höre, den du an unseren Chef Jesus Christus und allen anderen Christen gegenüber hast.
6 Ich bete, dass deine Beziehung mit Gott noch realer wird indem du mehr verstehst wie viel Gott uns mit Jesus geschenkt hat.
7 Ich hatte viel Freude und Trost, weil viele Mitchristen durch deine Liebe wieder auf die Beine gekommen sind.

8 Deshalb, obwohl ich es dir auch befehlen könnte, weil mir Jesus das Recht dazu gegeben hat,
9 will ich dich doch lieber bitten, so wie ich bin: Paulus ein alter Mann, der jetzt auch im Knast für Jesus ist.
10 Ich bitte dich für Onesimus, der durch mich im Knast wie mein eigener Sohn das Licht von Gottes Welt erblickt hat.
11 Dieser war für dich früher unnütz, jetzt ist er aber für dich und mich sehr nützlich (Onesimus heißt der Nützliche)
12 Diesen habe ich dir nun zurückgesandt, er ist mir sehr lieb geworden.
13 Eigentlich wollte ich ihn hier behalten, damit er statt dir hier mitarbeiten würde, gekettet an die fetteste Botschaft der Welt.
14 Aber ich wollte nicht über deinem Kopf hinweg planen, damit ich sehe wie du dich zu der gesamten Sache stellst.
15 Es könnte ja auch sein, dass er eine Zeit lang von dir weg war, um dir danach noch besser zu helfen.
16 Nun kann er für dich aber nicht mehr wie ein Sklave sein, sondern nur noch ein geliebter Bruder, für mich ist er es sowieso, und für dich wahrscheinlich noch viel mehr, als normaler Mensch, aber auch als Mitchrist.
17 Also wenn du an meiner Seite stehst, dann nimm ihn auf wie mich.
18 Wenn er dir irgendwas schuldig ist, schreib es mir an.
19 Ich werde es dir dann bezahlen, obwohl du selber mir eigentlich viel mehr schuldig bist.
20 Da ich weiß, dass ich auf dich zählen kann, geh ich davon aus, dass du noch viel mehr tun wirst als ich erwarten würde, deshalb habe ich dir auch geschrieben.

22 Mach aber gleichzeitig auch Platz für mich in deinem Haus! Ich hoffe, dass dein Hauskreis und du für mich betet und ich so euch noch näher sein kann.

23 Fette Grüße gibt es übrigens auch von Epaphras, der mit mir im Knast sitzt für Jesus,
24 und von Markus, Aristarch, Demas und Lukas, meinen Mitarbeitern
25 Die Gnade unseres Chefs Jesus Christus sei mit euch in allem, was ihr denkt!

hkmwk Offline

Luthergrad

Beiträge: 30

25.08.2005 11:05
#2 Was ich zu sage: antworten

Find ich gut gemacht, aber alles lässt sich verbessern:

Ich denke, der Anfang lässt sich dem Original ähnlicher machen:
----
Absender:
Paulus, ein Gefangener für Jesus Christus, und Timotheus, der Bruder

Empfänger:
unser Arbeitskollege Philemeon, den wir krass mögen
2 und Aphia, die Schwester, und Archippus, unserem Mitkämpfer, und deinem übrigem Hauskreis

3 Ihr Lieben,
wir wünschen euch schon mal Gnade und Frieden von Gott unserem Daddy und dem Chef Jesus Christus.
-----

V.1-2 entsprechen dem, was wir heute auf Briefumschlägen schreiben, und wie Paulus das formuliert hat war schon ungewöhnlich ...
"Geliebter" klingt für mich irgendwie zweideutig, ob "krass mögen" der richtige Ausdruck ist weiß ich aber nicht
"Mitarbeiter" wird heute im Sinn von "Angestellter" benutzt, das meinte Paulus nicht, "Kollege" passt da echt besser.
Und "Streiter" ... wer sagt das heute? Ist das wieder in????

V.8-9: Der Satz ist mir zu kompliziert, wie wärs mit:

Deshalb will ich dich doch lieber bitten, obwohl ich es dir auch befehlen könnte, weil mir Jesus das Recht dazu gegeben hat.
Ich bin ein alter Paulus, der jetzt auch im Knast für den Retter Jesus ist.

Das müsste noch mal jemand anschauen, der "Jugendsprache" besser drauf hat als ich, aber der Satz ist wenigstens übersichtlich.
Und der "alte Paulus" steht wörtlich im Original ...

V.12 Diesen schicke ich dir nun zurück, er ist mir sehr lieb geworden.

Wir schreiben heute so, wie wir sprechen würden, wenn der Empfänger bei uns wäre. Damals schrieb man so, wie wir sprechen würden, wennn wir beim Empfänger wären wenn er den Brief liest. Deshalb schreibt Paulus "ich habe geschickt", aber natürlich schickt er Onesiumus mit dem Brief los ...
Und "lieb geworden" ... ist das der gewünschte Stil?

V.13: "... damit er statt dir bei mir im Knast mitarbeiten würde"
Paulus war vermutlich an einen Bewacher gekettet, das gibts heute nicht mehr, "im Knast" dürfte dem am nächsten kommen. Deine Interpretation ist zwar schön, aber falsch.

V.17: "auf meiner Seite stehen" ist wohl nicht gemeint, eher so was wie "Wenn du ein echter Kumpel von mir bist" (und das noch in echte Jugendsprache übersetzt )

V.19: "Hier hast du es schriftlich: ich werde ...."

V.24: natürlich wieder "Kollege" oder so, siehe oben

Ich hoff das sind Verbesserungen, aber auch die kann mensch es sicher noch weiter verbessern.

Helmut

Warriorsaint Offline

Luthergrad

Beiträge: 21

06.06.2006 11:39
#3 RE: Was ich zu sage: antworten

V.13: "... damit er statt dir bei mir im Knast mitarbeiten würde"
Paulus war vermutlich an einen Bewacher gekettet, das gibts heute nicht mehr, "im Knast" dürfte dem am nächsten kommen. Deine Interpretation ist zwar schön, aber falsch.

Hmmm, so wie ich das verstanden habe, stand Paulus damals die meiste Zeit unter politischem Hausarrest und wurde bewacht. Vielleicht könnte man das irgendwie einbauen. Hausarrest gibt es auch heute noch in ähnlichen Zusammenhängen, wäre also durchaus nicht zu schwer zu verstehen.

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